CDU und SPD Darmstadt-Dieburg wollen ihre erfolgreiche Koalition fortsetzen

Neuer Koalitionsvertrag „Zukunft gemeinsam stabil gestalten. Den Landkreis Darmstadt-Dieburg für die Herausforderungen unserer Zeit stärken.“ vorgestellt

Nach vertrauensvollen, intensiven und zielorientierten Verhandlungen wollen die Christ- und Sozialdemokraten des Landkreises Darmstadt-Dieburg ihre erfolgreiche Koalition der letzten fünf Jahre fortsetzen. Die CDU hat den Koalitionsvertrag bereits am vergangenen Freitag (24. April) auf ihrem regulären Kreisparteitag einstimmig beschlossen. Der SPD-Unterbezirksparteitag ist auf den 6. Mai 2026 terminiert und trifft dann seine Entscheidung.

„Auch wir als Landkreis Darmstadt-Dieburg mit unseren 300.000 Einwohnerinnen und Einwohnern stehen vor großen Herausforderungen. Umso wichtiger ist deshalb eine stabile Regierung aus der Mitte unserer Gesellschaft. Daher sind wir sehr froh und stolz, dass wir einen gemeinsamen Koalitionsvertrag mit starken Zielen erarbeiten konnten,“ so die SPD-Unterbezirksvorsitzende Heike Hofmann und der CDU-Kreisvorsitzende Lutz Köhler. „Wir haben auf 24 Seiten niedergeschrieben, wie wir unseren Landkreis in den nächsten fünf Jahren weiterentwickeln wollen. Dabei widmen wir uns gezielt allen Alters- und Bevölkerungsgruppen der 23 Städte und Gemeinden.“

Einen starken Fokus werden die Koalitionäre weiterhin auf Investitionen in die Bildung legen. „Neben der Fortsetzung des Schulbauzukunftsprogrammes sollen auch ein zweites Gymnasium und eine weitere Förderschule für geistige Entwicklung im Bereich ‚Otzberger Land‘ gegründet werden“, so Köhler.

„Wir stehen zu einer wohnortnahen medizinischen Versorgung und werden die Kreiskliniken an beiden Standorten in Groß-Umstadt und Seeheim-Jugenheim in kommunaler Trägerschaft erhalten. Zudem werden wir die Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) zu Primärversorgungszentren (PVZ) weiterentwickeln“, erläutert die SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzende Petra Kutzer. 

„Das Thema Wohnen beschäftigt die Menschen in unserer Region nach wie vor in besonderem Maße. Daher planen wir die Umsetzung von Systembauten im Einvernehmen mit der jeweiligen Kommune, die zunächst als Gemeinschaftsunterkünfte für Geflüchtete genutzt und später zu bezahlbarem Wohnraum oder zu barrierefreien Wohnungen für Seniorinnen und Senioren umfunktioniert werden können“, ergänzt die Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Christel Sprößler.

„Nach Vorliegen der Nutzen-Kosten-Untersuchungen (NKU) zur Straßenbahnverbindung nach Roßdorf und Groß-Zimmern sowie nach Weiterstadt wollen wir gemeinsam und im Einvernehmen mit den betroffenen Kommunen die darin festgeschriebenen Ergebnisse auswerten und prüfen“, kündigt die stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende Dr. Astrid Mannes an. „Parallel stehen wir zur Wiederaufnahme des Verkehrsgipfels mit der Wissenschaftsstadt Darmstadt, um den Pendlerstau vor Darmstadt zu reduzieren“.

„Neben der erforderlichen Haushaltskonsolidierung tätigen wir die notwendigen Investitionen in die Zukunft unseres Kreises, so in den Schulbau sowie in den Ausbau und die Weiterentwicklung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV)“, ergänzt Staatsministerin Hofmann. 

„Für uns steht fest, dass sich der Landkreis in den vergangenen fünf Jahren in vielen Bereichen zum Wohle seiner Einwohnerinnen und Einwohner weiterentwickelt hat. Allerdings ist dies für uns als Koalition kein Grund sich auszuruhen. Denn auch in Zukunft warten noch viele Projekte und Herausforderungen, die es anzupacken gilt“, blickt der CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzende und Pfungstädter Bürgermeister Maximilian Schimmel voraus.

So soll für Kinder mit Einschränkungen selbstverständlich ein gleichberechtigter Zugang zu den Schulen ermöglicht werden. Daher plant die Koalition die Ausweitung des Poolingmodells von Schulbegleitungen an allen Schulen.
Auch die Pflegestützpunkte als unverzichtbare Beratungsstelle rund um das Thema Pflege sollen möglichst noch ausgebaut und durch zusätzliche Beratungsangebote an den Standorten von ‚LaDaDi vor Ort‘ ergänzt werden.
Eine weitere wichtige Maßnahme ist, das Thema Mobbing an Schulen zum Schutz unserer Kinder besser in den Griff zu bekommen. Daher wird die Koalition ein Konzept entwickeln, wie Schulsozialarbeitende durch Qualifizierung zu Anti-Mobbing-Profis ausgebildet werden können.
Weiterhin ist für CDU und SPD wichtig, mit der weiterhin kostenfreien Nutzung von Kreissporthallen durch unsere Vereine und die Fortführung des Vereinsbürgschaftsprogramms GUT, ein starkes Signal an alle Ehrenamtlichen zu senden. 
Ein besonderes Augenmerk wird die Koalition in der neuen Legislaturperiode auf den Bau des Gefahrenabwehrzentrums in Roßdorf aus Mitteln des Sondervermögens des Bundes legen, damit den Feuerwehren im Landkreis beste Arbeits-, Trainings- und Ausbildungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.
Nicht zuletzt wird von beiden Koalitionspartnern der Ausbau von Fotovoltaikanlagen auf allen kreiseigenen Gebäuden nicht nur aus Klimaschutzgründen forciert.

Für den Kreistagsvorsitz schlagen die beiden Kreistagsfraktionen den langjährigen Groß-Zimmner Bürgermeister Achim Grimm (CDU) vor. Die Verteilung der Ausschussvorsitze bleibt wie bisher bei jeweils zwei pro Kreistagsfraktion. Ebenfalls gleich bleibt die Anzahl der beiden hauptamtlichen Kreisbeigeordneten neben dem Landrat.

„Mit diesem Koalitionsvertrag wollen und werden wir in den nächsten Jahren Zukunft gemeinsam stabil gestalten sowie den Landkreis Darmstadt-Dieburg für die Herausforderungen unserer Zeit stärken“, so Hofmann und Köhler abschließend.